Alone or Together?
Welche Formen von Zusammengehörigkeit oder Individualität sind möglich, wenn digitale Technologien vermitteln, wie wir miteinander in Beziehung treten? Heute funktionieren Einsamkeit und Verbindung nicht mehr als Gegensätze, sondern überlagern sich zunehmend unter den Bedingungen des digitalen Lebens.
Privatsphäre ist schwer zu sichern, während wir gleichzeitig in ständiger Zirkulation bleiben: sichtbar, aber nicht unbedingt wahrgenommen. Was bedeutet Zugehörigkeit, wenn Algorithmen uns in Richtung Konformität lenken? Und während sich weltweit Konflikte entfalten, erleben Menschen Gewalt in physischer Isolation, während die Welt auf Bildschirmen zuschaut. Selbst nach dem Tod zirkulieren digitale Spuren weiter und verwischen die Grenze zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.
Wie diese und andere Beispiele zeigen, reorganisiert digitale Vermittlung den Boden, auf dem sowohl Einsamkeit als auch Zusammengehörigkeit entstehen. VDC 2026 bringt Künstler:innen und Denker:innen zusammen, die an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft arbeiten, um diese Bedingungen zu untersuchen. Durch Kunstwerke, Performances und Diskussionen erkundet das Festival, welche Formen von Verbindung und Einsamkeit heute möglich sind. Dieser Trailer gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was kommt.
VDC 2026 eröffnet am 21. Mai 2026 im FOTO ARSENAL WIEN und entfaltet ein umfangreiches Programm während des Eröffnungswochenendes vom 22. bis 24. Mai. In Ausstellungsräumen, öffentlichen Orten und digitalen Plattformen präsentiert VDC 2026 Installationen, Performances, Talks, Screenings und Clubnächte. Die begleitende Ausstellung Lu Yang – The DOKU Trilogy ist vom 22. Mai bis 6. September 2026 im FOTO ARSENAL WIEN zu sehen.
Music by Peter Kutin.
Video fragments from:
Peter Kutin and MONOCOLOR, 'clusterfuck' (2020)
Lu Yang
Joaquina Salgado
Kolbeinn Hugi, 'BeastQuest' (2025), '4Xtacy' (2023), 'Earth Day' (2022)
Apex Anima & FRZNTE
Yarema Malashchuk and Roman Khimei, 'Open World' (2025)
Courtesy the artists.